Akademischer Brückenschlag nach Mitteleuropa

Das Netzwerk CENTRAL verbindet Forscherinnen und Forscher der Wissenschaftsstandorte Berlin, Budapest, Prag, Warschau und Wien. Ob beim Humboldt Bridge Builder-Event 2018 in Prag oder durch die Förderung multinationaler Workshops in 2019.

CENTRAL - Dahinter verbirgt sich ein Netzwerk der Humboldt-Universität zu Berlin, der Eötvös Loránd Universität in Budapest, der Karls-Universität in Prag sowie den Universitäten Warschau und Wien. Als Central European Network for Teaching and Research in Academic Liasion dient das Netzwerk seit 2014 dem wissenschaftlichen Brückenschlag zwischen den zentraleuropäischen Universitäten. Seit 2015 und noch bis Ende 2020 wird es vom DAAD und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund 1.250.000 Euro unterstützt.

Grenzen überqueren – zwischen Universitäten und Disziplinen

So auch zuletzt beim zweiten Humboldt Bridge Builder im November 2018 an der Moldau. Die Veranstaltung, die vom BMBF und der Alexander von Humboldt Stiftung gefördert wurde, fand in diesem Jahr an der Karls-Universität (KU) in Prag statt. Ziel des Formats ist es, ehemalige Forscher-Alumni der HU über Ländergrenzen hinweg in einen Dialog zu bringen – und das wortwörtlich. Unter dem Titel „Crossing Borders – Transnational Border Studies in Central Europe” konnten sich an die 50 Forscherinnen und Forscher zu den besonders in der Region hochaktuellen Themen „Grenzen“ und „Migration“ austauschen und vernetzen. „Außerdem schiebt die Veranstaltung neue Projektideen an,“ erklärte Prof. Dr. Eva Inés Obergfell, die Vizerektorin für Lehre und Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Mobilität und Partnerschaft

Dass der internationale Austausch im Mittelpunkt steht, bestätigte auch PhDr. Kateřina Králová vom Institut für Internationale Studien der KU. Für sie ist der Humboldt Bridge Builder ein einzigartiger Ausdruck internationaler Mobilität: „Es ist schön zu sehen, wie leicht das Überqueren der Grenze zwischen Deutschland und der Tschechischen Republik, aber auch zwischen den anderen Partnerstaaten – Österreich, Ungarn und Polen – möglich ist. Es ist wichtig, diese Art der Mobilität in einem positiven Licht zu sehen.“ Králová betreute zusammen mit Prof. Dr. Christian Voß vom Institut für Slawistik und Hungarologie der HU das wissenschaftliche Programm des Events.

Interdisziplinärer Austausch als gewinnbringender Perspektivwechsel

Mobilität und Migration waren dabei die zentralen Themen. Neben Vorträgen und Podiumsdiskussionen stand der interdisziplinäre Austausch innerhalb des CENTRAL-Netzwerks im Vordergrund. „Durch die unterschiedlichen Perspektiven auf diese komplexen Themen erhalten wir das Gesamtbild des sprichwörtlichen Elefanten. Wir sehen mehr als nur einzelne Ausschnitte, wie den Rüssel, den Schwanz oder den Fuß, sondern das ganze Tier,“ beschrieb Joanna Fomina von der Polnischen Akademie der Wissenschaften die Vorzüge internationaler und interdisziplinärer Zusammenarbeit.

Workshops 2019 mit CENTRAL

Die Kooperation innerhalb von CENTRAL geht auch im kommenden Jahr weiter. Bis zum 11. Februar 2019 können sich Forscherinnen und Forscher der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Partneruniversitäten um Fördermittel für multilaterale Workshop-Formate bewerben. Dabei stehen die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Nachhaltigkeit der Projekte im Fokus. Reise- und Aufenthaltskosten sowie Sachmittel können durch CENTRAL übernommen werden. Weitere Details erfahren Sie hier und von der Koordinatorin des CENTRAL-Netzwerks, Aleksandra Laski (aleksandra.laski@hu-berlin.de).

Kontakt

Aleksandra Laski
Koordination CENTRAL

Unter den Linden 6
10099 Berlin

Tel.: +49 30 2093-20084
aleksandra.laski@hu-berlin.de