13 10/2019

1783: Gründung der "Berliner Mittwochsgesellschaft"

Die „Berliner Mittwochsgesellschaft“, die sich dem Gedankengut der Spätaufklärung widmete, wurde im Herbst 1783 gegründet. Mitglieder waren zahlreiche preußische Gelehrte, Mediziner, Juristen und Politiker; unter anderem durch sie verbreitete sich die Berliner Aufklärung.

Die „Berliner Mittwochsgesellschaft“, die sich dem Gedankengut der Spätaufklärung widmete, wurde im Oktober 1783 gegründet. Mitglieder waren zahlreiche preußische Gelehrte, Mediziner, Juristen und Politiker. Erst durch diese Gelehrte (Geheim-)Gesellschaft, die sich von dem gleichzeitig und schon länger bestehenden Montagsclub – der mehr gesellschaftlichen Charakter hatte – abhob, verbreitete sich die Berliner Aufklärung. Bereits 1798 war die Mittwochsgesellschaft von Friedrich Wilhelm III. (1770-1840), den Stifter der heutigen Humboldt-Universität, aufgelöst worden, weil sie angeblich die innere Sicherheit bedrohte. Langjähriger Sekretär der Gesellschaft war Johann Erich Biester (1749-1860), der Oberbibliothekar der königlichen Bibliothek, der sogenannten „Kommode“ (heute juristische Fakultät).