13 2/2018

1833: Zentrum für gerichtsmedizinische Lehre und Forschung wird eröffnet

Mit der Praktischen Unterrichtsanstalt für die Staatsarzneikunde verfügt Berlin seit 1833 über ein Zentrum gerichtsmedizinischer Lehre und Forschung.

Seit dem 11. Februar 1833 verfügte Berlin mit der Praktischen Unterrichtsanstalt für die Staatsarzneikunde an der 1810 gegründeten Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität, der heutigen Humboldt-Universität, über das zweite Zentrum gerichtsmedizinischer Lehre und Forschung im deutschsprachigen Raum. Die Anfänge gerichtsärztlicher Tätigkeit in Berlin können bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Forensisch-medizinische Vorlesungen wurden seit 1724 am Collegium medico-chirurgicum gehalten. Ab 1839 stellte die Charité Räume des neu gebauten Leichen- und Sektionshauses für den Unterricht zur Verfügung. Die Nachfolger dieser Einrichtungen finden sich seit 2004 zentralisiert am Campus Benjamin Franklin der Charité.