2 12/2019

1889: Das Museum für Naturkunde wird eröffnet

Hervorgegangen ist das Museum für Naturkunde aus drei Museen, die 1810 gleichzeitig mit der Gründung der Berliner Universität Unter den Linden eingerichtet wurden: das Anatomisch-Zootomische, das Mineralogische (ab 1814) und das Zoologische Museum.

Da 1880 die Sammlungen bereits zwei Drittel des Universitätsgebäudes füllten war ein neuer Bau notwendig. Am 2. Dezember 1889 eröffnete Kaiser Wilhelm II. das neue Museumsgebäude in der Invalidenstraße. Ab diesem Jahr übernahm das Museum auch Stücke aus damaligen deutschen Kolonien und von bedeutenden Forschungsreisen wie der Valdivia-Tiefsee-Expedition und der Tendaguru-Expedition. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Ostflügel des Museums und zahlreiche Exponate zerstört. Dennoch ist das Museum mit der Wiedereröffnung am 16. September 1945 das Erste in Berlin, das wiedereröffnet wird.  Am 1. Januar 2009 wird das Museum aufgrund seiner überregionalen Bedeutung zu einer Stiftung öffentlichen Rechts und zeitgleich Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Heute ist das Museum vor allem wegen des Skeletts des Brachiosaurus brancai bekannt, des weltweit größten aufgebauten Skeletts eines Dinosauriers.