Humboldt Talent Travel Awards

Internationale Forscher Alumni kehren mit talentierten Nachwuchswissenschaftlern oder Nachwuchswissenschaftlerinnen zurück an die HU

Sie haben früher an der Humboldt-Universität zu Berlin geforscht und arbeiten inzwischen wissenschaftlich im Ausland? Mit einem Humboldt Talent Travel Award können Sie im Tandem mit einem taltentierten Nachwuchswissenschaftler oder einer talentierten Nachwuchswissenschaftlerin für bis zu zwei Wochen zurück an die HU kommen. Das Reisestipendium ermöglicht Ihnen, gemeinsam mit Ihrem wissenschaftlichen Nachwuchs die Vernetzung mit Ihren wissenschaftlichen Kooperationspartnern und Kooperationspartnerinnen an der HU zu stärken.

Foto: Matthias Heyde

Wer kann sich bewerben?

Bewerben können sich internationale Forscher-Alumni der Humboldt-Universität mit abgeschlossenem Doktorstudium im Tandem mit einem Nachwuchswissenschaftler oder einer Nachwuchswissenschaftlerin ihrer Heimatuniversität. Internationale Forscher-Alumni der HU sind Forschende, die an der HU als Doktorandinnen oder Doktoranden, Postdoktorandinnen oder Postdoktoranden oder auf einer fortgeschrittenen Karrierestufe geforscht und ihre wissenschaftliche Laufbahn danach in einem anderen Land forgesetzt haben. Bei den Nachwuchswissenschaftlern handelt es sich in der Regel im Doktoranden.

Umfang der Förderung

Die Humboldt Talent Travel Awards sind mit jeweils maximal 5.500 Euro dotiert. Die Förderung umfasst Reise- und Aufenthaltskosten sowie Sachmittel für Workshops oder Netzwerkveranstaltungen. Zudem wird den Forscher-Alumni und Nachwuchswissenschaftlern oder Nachwuchswissenschaftlerinnen für die Dauer ihres Aufenthalts ein Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt. Die Reise- und Aufenthaltskosten für die Humboldt Talent Travel Awards orientieren sich an den aktuellen HU-Sätzen für Dienstreisen. Diese liegen bei 60-80 Euro für die Unterkunft sowie 24 Euro Tagegeld.

Antragsverfahren

Die Humboldt Talent Travel Awards werden einmal im Jahr in einem wettbewerblichen Verfahren vergeben. Bitte reichen Sie das ausgefüllte Antragsformular sowie ein formloses Unterstützungsschreiben des wissenschaftlichen Kooperationspartners oder der wissenschaftlichen Kooperationspartnerin an der HU ein. Die Auswahlkommission besteht aus zwei Forschenden der HU und einem Mitglied der Abteilung Internationales.

Der Aufenthalt an der Humboldt-Universität wird in der Regel innerhalb von 12 Monaten ab der Bewilligung angetreten. Bitte reichen Sie nach erfolgter Förderung innerhalb von vier Wochen einen Abschlussbericht (max. zwei Seiten) ein.

Bevorstehende Aufenthalte

Prof. Dr. Xujun Gao mit Ye Yu von der Tongji University, China (2019)

Forschungsprojekt an der Juristischen Fakultät:

„Die europäische Harmonisierung der Regeln über digitale Verträge und digitale Inhalte und deren Einfluss auf das chinesische Recht“ sowie Blockvorlesung „Einführung in das chinesische Recht“ für Studierende des Doppelmasterstudiengangs als Vorbereitung für deren Chinaaufenthalt

Prof. Dr. Aderemi Raji-Oyelade mit Charles Akinsete von der University of Ibadan, Nigeria (2019)

Forschungsprojekt am Institut für Asien- und Afrikawissenschaften:

Vergleich und Analyse von modernen afrikanischen Sprichwortformen („Postproverbials“); Organisation eines Workshops zum Thema: „Postmodernism and postproverbials in postcolonial Africa“

Dr. Alessandro Spila mit Flavia Benfante von der Sapienza University, Italien (2019)

Forschungsvorhaben am Institut für Kunst- und Bildgeschichte:

Weiterführung des von Dr. Spila 2015 begonnenen Projekts MuMoSiSt („Multidisciplinary approach to multilayer monumental site studies: the case of the Quirinal Hill in Rome”) sowie Organisation eines zweitägigen Seminars zum Thema “Ancient Roman monuments and related post-ancient documentation. Case studies of applied research: restoration, enhancement, dissemination.”

Prof. Dr. Seth Holmes mit Levi Vonk von der UC Berkeley, USA (2019)

Forschungsvorhaben am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM):

Aufbau einer Arbeitsgruppe von Wissenschaftlern zum Thema Mobilität und Migration sowie

Mitorganisation des Workshops „Mobility, Migration, and Health“ (u.a. in Zusammenarbeit mit dem BIM, und Re:Work)

Dr. Leandro Macchi mit Pedro Fernandez von der Nationalen Universität Tucuman, Argentinien (2019)

Forschungsvorhaben am Geographischen Institut:

Integration neuer Daten bei der Optimierung von nachhaltiger Landschaftsgestaltung sowie Identifizierung von Schwerpunktbereichen für Schutzgebiete in der Chaco Region in Südamerika; Organisation von Diskussionsrunden zu der Frage wie verschiedene Nutztierbestände die Landschaft der Chaco Region beeinflussen

Bereits geförderte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Dr. Margit Feischmidt mit Ildikó Zakariás, Ungarn (2017)

Dr. Margit Feischmidt und Ildikó Zakariás von der Ungarischen Akademie der Wissenschaften haben 2017 das Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) besucht. Der Hauptfokus der Forschung lag dabei auf den Einstellungen innereuropäischer Migranten (Ungarn und Polen in Deutschland) gegenüber solchen außerhalb von Europa. Während des Aufenthalts konnten unter anderem durch Interviews und Umfragen vor Ort qualitative Daten über die Meinungen von ungarischen und polnischen Staatsbürgern, die in Deutschland  leben, gesammelt werden.

Prof. Dr. Dieter Stern mit Amber Ivanov, Belgien (2017)

Prof. Dr. Dieter Stern und Amber Ivanov von der Universität Gent kamen 2017 an das Institut für Slawistik und Hungarologie um für zwei bereits laufende Datenbankprojekte auf dem Gebiet der slawischen Mediävistik eine breitere und institutionelle Basis zu schaffen. Darüber hinaus haben beide Wissenschaftler ihre aktuellen Forschungsvorhaben in Vorträgen am Institut für Slawistik vorgestellt.

Dr. Alexander White mit James Moreland, USA (2017)

Dr. Alexander White and James Moreland von der Universität Washington ist es während ihres Forschungsaufenthalts 2017 gelungen ein neues Experiment zu entwickeln, welches kognitive Einflussfaktoren auf einen bestimmten Augenreflex untersucht. Zudem hatten sie die Gelegenheit an der European Conference on Visual Perception (ECVP) teilzunehmen, die in diesem Jahr in Berlin stattfand und von Prof. Dr. Martin Rolfs vom Institut für Psychologie mitorganisiert wurde.

„(Die Humboldt Talent Travel Awards sind) eine großartige Gelegenheit Forschungsvorhaben fortzuführen, die ansonsten aufgrund der Distanz der Teammitglieder im Sande verlaufen wären. Ich bin sehr dankbar für diese Chance.“

Dr. Ronaldo Rodrigues Pelá mit Filipe Matusalem, Brasilien (2017)

Juniorprofessor Dr. Ronaldo Rodrigues Pelá und Dr. Filipe Matusalem vom Institut für Luft- und Raumfahrttechnik in São José dos Campos kamen 2017 an das Institut für Physik der HU zurück. Sie haben die Forschung im Bereich der Dichtefunktionaltheorie weitergeführt. Während Dr. Pelás Aufenthalt an der HU von 2014-2016 wurde die LDA-1/2-Methode eingeführt, die jedoch einige Beschränkungen aufwies. Daher lag der Hauptfokus des erneuten Aufenthalts darin diese Beschränkungen aufzulösen und so die Methode zu verbessern.

Prof. Jonathan Hyslop mit Marcus Melck, Südafrika (2017)

Prof. Jonathan Hyslop und der Doktorand Marcus Melck von der Universität Pretoria haben sich während ihres Aufenthalts an der Humboldt-Universität 2017 folgendem Forschungsthema gewidmet:

„German Communists in Africa: The Life Courses of the GDR’s Africa Experts“

Ein besonderes Interesse galt dabei den persönlichen Interaktionen zwischen deutschen Amtsträgern und Mitgliedern der südafrikanischen Regierung in der Zeit nach der Dekolonialisierung und während den Freiheitsbewegungen.

Prof. Jorge O. Sofo mit Mark J. DelloStritto gemeinsam mit Prof. Dr. Claudia Draxl, USA (2016)

2016 besuchten Prof. Jorge O. Sofo und Mark J. DelloStritto von der Pennsylvania State Universität (State College, Pennsylvania, USA) das Institut für Physik und führten einen "Hands-on Workshop on Excitations in Solids" durch. DelloStritto erklärt: "Es ist faszinierend, die verschiedenen Projekte der Studierenden kennenzulernen, deren Überschneidungen zu erkennen und sich bewusst zu werden wie vielfältige Problemlösungsansätze und Erfahrungshorizonte ein Forschungsprojekt voranbringen können."

Prof. Anel du Plessis mit Dr. Oliver Fuo, Südafrika (2016)

"Der Humboldt Talent Travel Award hat unsere Erwartungen übertroffen, wenn berücksichtigt wird, was wir alles in so begrenzter Zeit geschafft haben", erzählt Prof. Anel du Plessis von ihrem Aufenthalt mit Dr. Oliver Fuo an der Juristischen Fakultät. Du Plessis und Fuo von der North-West University (Potchefstroom, Südafrika) konnten ein bereits bestehendes gemeinsames Forschungsprojekt zu dem Thema "Safe and Sustainable Cities in the South African and German Contexts" ausbauen.

Prof. Sule Emmanuel Egya mit John Ngbede Oyishoma, Nigeria (2016)

Prof. Sule Emmanuel Egya und John Ngbede Oyishoma von der IBB University (Lapai, Nigeria) haben den Aufenthalt am Institut für Asien- und Afrikawissenschaften dafür genutzt, einen Workshop zum Thema "The Method of African Literary and Cultural Analysis" durchzuführen. "Durch den Workshop hatte ich die Möglichkeit eng mit M.A.-Studierenden zusammenzuarbeiten, ihre Projekte kennenzulernen und ihnen methodologische Ratschläge zu geben", fasst Egya das Seminar zusammen.

Kontakt

 

 

 

Jennifer Koch

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Humboldt Talent Travel Awards - Antragsformular

Das Antragsformular zum Download als PDF.