11 3/2019

2013: Ausstellung in der Mori-Ôgai-Gedenkstätte

Vom 31. August 2013 bis 14. März 2014 zeigt die Mori-Ôgai-Gedenkstätte in Berlin-Mitte die Ausstellung "Mori Ôgai als Lehrer für künstlerische Anatomie".

Mori Ôgai (1868-1922) war Arzt, Schriftsteller, Übersetzer und Kritiker und arbeitete an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst, von Medizin und Malerei/Bildhauerei. Ôgai studierte Medizin bei deutschen Ärzten in Japan als auch in Deutschland und arbeitete von 1887 bis 1888 an Robert Kochs Hygiene-Institut. Er gilt vor allem in Japan als Begründer des Lehrfaches „Plastische Anatomie“. Neben eigenen medizinischen Abhandlungen und Werken hat Ôgai 130 Werke der europäischen Kultur und Literatur ins Japanische übertragen unter anderem als Erster die beiden Teile von Goethes „Faust“. Die zu seinem Ehren errichtete Gedenkstätte ist ein Teil des Japanzentrums der Humboldt-Universität und ist in der Unterkunft Ôgais während seines Berlin Aufenthaltes gelegen.