17 5/2018

2013: Gedenkwoche anlässlich der Bücherverbrennung an der Humboldt-Universität

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung der Gedenkwoche der Humboldt-Universität zu Berlin aus Anlass der Bücherverbrennung spricht der ungarische Schriftsteller György Konrád zum Thema „Bücher überleben Flammen“.

György Konrád wurde 1933 als Sohn einer jüdischen Familie in Ostungarn geboren. Im Jahr 1944 entging er nur knapp der Deportation in das Konzentrationslager Auschwitz. Nach dem Krieg studierte Konrád Literaturwissenschaft, Soziologie und Psychologie und arbeitete als Soziologe für Städtebau in Budapest. Am 10. Mai 1933 gingen auf dem damaligen Opernplatz, heute Bebelplatz, gegenüber der Humboldt-Universität Bücher von Schriftstellern, Wissenschaftlern und Publizisten in Flammen auf. Es verbrannten Werke von Bertolt Brecht, Sigmund Freud, Erich Kästner, Heinrich und Klaus Mann, Erich Maria Remarque, Anna Seghers, Kurt Tucholsky und vielen anderen Autorinnen und Autoren. Aus Anlass der Bücherverbrennung veranstaltete die Humboldt-Universität 2013 eine Gedenkwoche. Unter der Überschrift „Verbranntes Wissen?“ waren eine Woche lang Ausstellungen, Vorträge, Lesungen und Podiumsdiskussionen zu sehen und zu hören.