4.2 Was ist bei der Finanzierung des Studiums zu berücksichtigen?

Im Allgemeinen sind entweder zur Visabeantragung in Ihrem Heimatland oder zur Beantragung der Aufenthaltserlaubnis bei der Berliner Ausländerbehörde ausreichende finanzielle Mittel nachzuweisen, die Ihnen zumindest für die Anfangszeit ein Studium ohne finanzielle Schwierigkeiten ermöglichen. Studierende unter 30 Jahren haben monatlich 828 Euro eigene Mittel nachzuweisen (9.936 Euro im Jahr), Studierende über 30 Jahren haben monatlich 899 Euro eigene Mittel nachzuweisen (10.788 Euro im Jahr). Diese Bedarfssätze orientieren sich am BAföG-Höchstsatz und wurden zum 1.09.2019 entsprechend erhöht. Bitte beachten Sie dazu auch die Angaben der jeweiligen Deutschen Botschaften im Ausland. Nur in einigen Fällen verlangt die Deutsche Botschaft, einen festgelegten Betrag auf ein Sperrkonto einzuzahlen, um die erste Zeit in Deutschland abzusichern. Ein Sperrkonto können Sie bei der Deutschen Bank, Expatrio, Fintiba oder anderen eröffnen. Informationen dazu finden Sie auch auf den Webseiten des Auswärtigen Amts.

Die Lebenshaltungskosten in Berlin sind in den letzten Jahren gestiegen, allerdings noch nicht so hoch wie in vielen anderen großen Städten. Bitte bedenken Sie dennoch, dass ein Studium in Deutschland eine intellektuelle und kulturelle Herausforderung bedeutet und es von Nachteil ist, schon von Beginn des Studiums an nach Arbeit suchen zu müssen, um den Lebensunterhalt finanzieren zu können. Ohne finanzielle Unterstützung zum Beispiel aus Ihrem Elternhaus, oder ohne sonstige finanzielle Mittel treten dann oftmals auch andere Schwierigkeiten auf.

Einige wenige Länder finanzieren für junge Leute Vollstipendien in Deutschland. Hier in Deutschland werden Stipendien zumeist nur in Abhängigkeit von den Leistungen und sozialem Engagement gewährt (8.1.3).

Der DAAD vergibt Stipendien an internationale Studierende im Rahmen verschiedener Programme. Weitere Informationen finden Sie in der DAAD-Stipendiendatenbank.

Erkundigen Sie sich bei den diplomatischen und konsularischen Vertretungen der Bundesrepublik, den Goethe-Instituten, DAAD-Außenstellen und DAAD-Lektor/innen im Ausland nach weiteren Fördermöglichkeiten.