Aufenthaltserlaubnis

Während das Visum nur zur Einreise und zu kurzfristigen Aufenthalten berechtigt, benötigen Sie bei Aufenthalten, die 90 Tage übersteigen, eine Aufenthaltserlaubnis. Eine Ausnahme gilt für Staatsangehörige von EU/EWR-Staaten: Sie benötigen keine Aufenthaltserlaubnis, sondern melden ihren Wohnsitz einfach beim Bürgeramt in Berlin an.
 
Die International Scholar Services bieten für alle Promovierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen Visaservice an: Wir übernehmen für Sie die Beantragung der Aufenthaltserlaubnis bei der Ausländerbehörde. Alle Informationen zur Beantragung finden Sie auf unseren Webseiten.
 
Möchten Sie selbst zur Ausländerbehörde gehen? Dann finden Sie untenstehend eine Liste aller notwendigen Unterlagen für die Beantragung eines Aufenthaltstitels.
 

Welche unterschiedlichen Formen der Aufenthaltsgenehmigung („Aufenthaltstitel“) gibt es?

Die Aufenthaltsgenehmigung wird für einen bestimmten Zweck erteilt. Für Internationale Wissenschaftler der HU ist eine Erteilung der Aufenthaltsgenehmigung nach folgenden Regelungen des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) möglich:

 
Aufenthaltstitel zum Zweck der Ausbildung (§ 16 AufenthG)

(Sprach-)Schüler, Studienbewerber und Studierende sowie Promotionsstudenten erhalten normalerweise eine Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke der Ausbildung nach § 16 AufenthG.

→ Eine Aufenthaltserlaubnis nach §16 erhalten in der Regel Promovierende, die als Promotionsstudierende immatrikuliert sind.
 
 
Aufenthaltstitel für Hochqualifizierte (§ 19 AufenthG)

Unter "Hochqualifizierten" versteht man Wissenschaftler mit besonderen Fachkenntnissen sowie Lehrpersonen und wissenschaftliche Mitarbeiter in herausgehobener Funktion. Sie dürfen zuwandern, wenn sie einen Arbeitsplatz haben und können sofort eine Niederlassungserlaubnis (unbefristet) erhalten. Diese berechtigt automatisch zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit. Ehepartner erhalten in der Regel den gleichen Aufenthaltstitel.

→ Eine Aufenthaltserlaubnis nach §19 ist automatisch eine Niederlassungserlaubnis. Sie kann Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erteilt werden, die in herausragender Position tätig sind (z.B. Professorinnen und Professoren)
 
Blaue Karte EU (§ 19a AufenthG)

Diese Aufenthaltserlaubnis richtet sich an qualifizierte ausländische Fachkräfte. Voraussetzung für die Erteilung der Blauen Karte EU ist ein Hochschulabschluss sowie ein Arbeitsverhältnis mit einem Bruttojahresgehalt von 52.000 Euro (4.333 Euro brutto/ monatlich). In bestimmten Mangelberufen (u.a. Naturwissenschaftler, Mathematiker, Ingenieure, akademische und vergleichbare Fachkräfte der Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Ärzte) liegt diese Grenze bei 40.560 Euro (3.380 Euro/ monatlich).

→ Die Blaue Karte EU kann Internationalen Wissenschaftlern erteilt werden, die einen Arbeitsvertrag an der HU haben, der das erforderliche Bruttojahresgehalt erreicht.
 
Aufenthaltstitel zum Zweck der Forschung (§20 AufenthG)

Eine Aufenthaltserlaubnis nach § 20 wird für die Beschäftigung in Wissenschaft und Forschung angewendet.

Eine Aufenthaltserlaubnis nach §20 kann Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erteilt werden, die an der Humboldt-Universität einen Arbeitsvertrag haben (werden) oder für die eine wirksame Aufnahmevereinbarung zur Durchführung eines Forschungsvorhabens mit einer anerkannten Forschungseinrichtung abgeschlossen wurde.
Die ISS sind beauftragt, Aufnahmevereinbarungen für die HU abzuschließen.
 
In diesen Fällen können Sie KEINE Aufenthaltserlaubnis beantragen:
  • Personen, die mit einem Schengen-Visum (C-Visum) eingereist sind, können keine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Sie müssen nach 90 Tagen ausreisen, und können erst im Heimatland (meist nach einer Wartezeit) ein nationales Visum für die Einreise beantragen
  • Staatsangehörige, die visafrei nach Deutschland einreisen können, müssen nach 90 Tagen ausreisen und können keine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Einen Überblick zur Visapflicht bzw. -freiheit finden Sie hier : https://www.auswaertiges-amt.de/de/einreiseundaufenthalt/staatenlistevisumpflicht/207820
 
Ausnahmen, § 41 AufenthV:
  • Staatsangehörige von Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea, von Neuseeland und der Vereinigten Staaten von Amerika können auch für einen Aufenthalt, der kein Kurzaufenthalt ist, visumfrei nach Deutschland einreisen und sich darin aufhalten. Der erforderliche Aufenthaltstitel kann in Deutschland eingeholt werden.
  • Staatsangehörige aus Andorra, Brasilien, El Salvador, Honduras, Monaco und San Marino können eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland beantragen, sofern sie keine Erwerbstätigkeit aufnehmen.
  • Weitere Sonderregelungen des Auswärtigen Amtes finden Sie unter folgendem Link: https://www.auswaertiges-amt.de/de/einreiseundaufenthalt/visabestimmungen-node
 
Notwendige Unterlagen für die Beantragung eines Aufenthaltstitels:
  • gültiger Pass
  • ein neues biometrisches Passbild, das den Richtlinien für Passbilder nach deutschem Recht entspricht (lassen Sie dieses Bild am besten in Deutschland machen und sagen Sie, dass Sie dieses für einen Pass benötigen)
  • Unterhaltsnachweise – wie finanzieren Sie sich. z.B. Gehaltsabrechnung oder ein Stipendiennachweis
  • Unterlagen, die den Aufenthaltszweck betreffen: je nach Status Immatrikulationsbescheinigung, Arbeitsvertrag oder eine Einstellungszusage; bei Gastwissenschaftlern Einladungsschreiben des Lehrstuhls
  • Nachweis einer deutschen Krankenversicherung
 
 
Unsere Hilfestellungen:
  • Die International Scholar Services übernehmen die Beantragung der Aufenthaltserlaubnis für Sie. Wenn Sie eine Aufenthaltserlaubnis benötigen, kommen Sie möglichst frühzeitig zu uns, da die Beantragung mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann.
  • Sie können alternativ auch selbst einen Termin auf der Webseite der Ausländerbehörde buchen.
Sie haben noch Fragen?

Dann kontaktieren Sie die International Scholar Services.