Gesundheit

Herzlich Willkommen an der HU und in Berlin auch an dieser Stelle. Wir wünschen Ihnen eine wunderbare Zeit in der Hauptstadt und hoffen, dass Sie gesund durch Ihren Aufenthalt in Berlin und an der HU kommen.

Sollten Sie doch einmal in eine Situation geraten, in der Sie medizinische Betreuung brauchen, möchten wir Ihnen in diesem Dokument Informationen zum Thema Gesundheit zur Verfügung stellen, damit Sie auch im Krankheitsfall gut versorgt sind.
 

Richtig versichert sein:

Die Krankenversicherung

In Deutschland besteht Versicherungspflicht – womit eine deutsche gesetzliche Krankenversicherung gemeint ist (z.B. AOK, BARMER, DAK und Die Techniker). Diese ist Voraussetzung für die Immatrikulation bzw. den Abschluss eines Arbeitsvertrages sowie für die Beantragung der Aufenthaltserlaubnis. 

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist Bestandteil des deutschen Sozialversicherungssystems. Sie übernimmt Kosten voll oder teilweise für ärztliche Behandlungen bei Erkrankungen, nach Unfällen oder bei Mutterschaft sowie Medikamente. 

Bürger:innen aus EU-Mitgliedsstaaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz, mit denen es Sozialversicherungsabkommen gibt, bringen ihre Europäische Krankenversichertenkarte –die European Health Insurance Card (EHIC)– mit, die in Deutschland als Anspruchsnachweis gilt. Diese EHIC müssen Sie bei jedem Arztbesuch vorweisen. Die Arztpraxis stellt Ihre Behandlung dann direkt der Versicherung in Rechnung.

Sollte für Sie die gesetzliche Krankenversicherung nicht infrage kommen (z.B. private KV im Heimatland, Überschreitung des 14. Semesters bei Studierenden, kurzzeitiger Aufenthalt in Deutschland), können Sie auch eine private Reisekrankenversicherung abschließen. Diese sollte aber ausreichend Versicherungsschutz bieten (oft sind größere Behandlungen, Schwangerschaften und Entbindungen ausgeschlossen). Nach einem Arztbesuch oder einer Behandlung sind die Kosten oft erst einmal selbst zu zahlen, bevor Sie den Betrag von der privaten KV erstattet bekommen. Lassen Sie sich dazu unbedingt beraten, denn ein späterer Wechsel in die GKV ist oft nicht mehr möglich! 

Es ist wichtig, dass Sie vom ersten Tag Ihres Aufenthaltes in Deutschland krankenversichert sind. Da die GKV oft erst mit dem Datum der Immatrikulation beginnt (01.04. oder 01.10.) bzw. mit dem Beginn des Arbeitsvertrages, muss der Zeitraum zwischen der Einreise und dem später beginnenden Versicherungsschutz überbrückt werden (z.B. mit einer taggenauen Reisekrankenversicherung).

Studierende finden mehr grundsätzliche Informationen zur Krankenversicherung im Wegweiser für internationale Studierende ► Pkt. 5.1.2 oder wenden sich bei Fragen an die Infothek:
infothek-international@hu-berlin.de

Promovierende und Wissenschaftler:innen wenden sich bitte an die International Scholar Services: int.scholars@hu-berlin.de
 

Weitere Versicherungen

Alle möglichen anderen Versicherungen – Unfall, Diebstahl, Hausrat, usw. – können abgeschlossen werden, je nach Ihren Lebensumständen und Sicherungsbedürfnissen. Eine persönliche Haftpflichtversicherung ist allerdings grundsätzlich empfehlenswert.
 

Die richtige Ärztin finden:

Bei leichten Erkrankungen wie einer Erkältung, Grippe, leichten Verletzungen etc. ist in Deutschland der Hausarzt/die Hausärztin erste:r Ansprechpartner:in. Bei speziellen Erkrankungen überweist die Hausärztin an einen Spezialisten. Sollten Sie an Erkrankungen leiden, die auch im Heimatland von einem Spezialisten behandelt wird, können Sie sich auch direkt an einen solchen wenden, ohne vorab Ihren Hausarzt zu konsultieren.

Grundsätzlich liegt die Entscheidung bei Ihnen, in welcher Arztpraxis oder in welchem Krankenhaus Sie behandelt werden möchten, solange man dort Ihre Krankenkasse akzeptiert. Bitte informieren Sie sich vorab, ob Ihre Krankenkasse in der jeweiligen Arztpraxis anerkannt wird, um teure Arztrechnungen zu vermeiden. 

Bei der Suche nach dem geeigneten Hausarzt/der geeigneten Hausärztin unterstützt die Kassenärztliche Bundesvereinigung. Zudem kann Ihnen auch Ihre Krankenkasse bei der Suche nach geeigneten Ärzt:innen helfen. Ohnehin haben die Krankenkassen ausführliche Informationen und Angebote auf ihren Webseiten, was Gesundheit oder auch professionelle Hilfe bei Krankheiten anbelangt.


Einen Termin vereinbaren:

In vielen Hausarztpraxen gibt es offene Sprechstunden und man kann ohne Terminbuchung vorsprechen. Wenn man lange Wartezeiten vermeiden möchte und keine akute Erkrankung vorliegt, ist es jedoch von Vorteil, die Praxis vor dem Besuch telefonisch zu kontaktieren und einen Termin zu vereinbaren. Je nach Praxis kann die Terminvergabe mehrere Wochen Vorlauf benötigen (vor allem bei Fachärzt:innen). Sofern Sie privat versichert sind, müssen Sie einen Rechnungsbetrag überweisen, der Ihnen dann von der Versicherung zurückerstattet wird. Bitte nehmen Sie bei jedem Arztbesuch Ihre Versichertenkarte mit - sie muss in jedem Quartal neu eingelesen werden.

Medikamente:

In Deutschland kann man Medikamente ausschließlich in Apotheken kaufen. Einige Medikamente, wie etwa Kopfschmerztabletten, sind rezeptfrei erhältlich, die meisten Medikamente sind rezeptpflichtig und müssen von einer Ärztin verschrieben werden. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt in der Regel einen Teil der Kosten für verschreibungspflichtige Medikamente; es muss aber ggf. in der Apotheke eine Rezeptgebühr bezahlt werden. Manchmal ist auch eine private Zuzahlung notwendig.

Im Notfall:

Sollten Sie mitten in der Nacht, am Wochenende oder an einem Feiertag krank werden, sind Notdienste und Nachtapotheken immer für Sie da. Hier können Sie die Notdienste und nächsten Nachtapotheken in Ihrer Nähe finden: 

Falls Sie ärztliche Hilfe brauchen, kontaktieren Sie als erstes einen Hausarzt/eine Hausärztin in der Nähe. In der Regel erfahren Sie über den Anrufbeantworter, wo Sie sich bei Notfällen melden können, wenn der/die Arzt/Ärztin nicht zu erreichen ist. Sollten Sie sofort Hilfe benötigen, können Sie auch in die Notaufnahme des nächsten Krankenhauses gehen. Hier finden Sie eine Übersicht der Krankenhäuser Berlins.

Im Falle eines lebensbedrohlichen Notfalls, der sofortige Hilfe erfordert, rufen Sie den Krankenwagen unter 112.

Gesundheitswesen/Krankenhäuser - ausgewählte Adressen:

Charité Krankenhaus
Philippstraße 10
10117 Berlin

Rettungsstelle, Erste Hilfe, Notaufnahme (+49 30) 450 53 10 00
Zentrale (+49 30) 450 50

 

Vivantes Klinikum im Friedrichshain
Landsberger Allee 49
10243 Berlin

Rettungsstelle (+49 30) 130 23 17 35

Kassenärztlicher Notdienst (+49 30) 310-031

Bundesweite Nummer für ärztlichen Bereitschaftsdienst der kassenärztlichen Vereinigungen 116 117

Giftnotruf (+49 30) 1 92 40

Zahnärztlicher Notdienst (Auskunft) (+49 30) 89 00 43 33

Mehr...

Impfen:

Im Kampf gegen die Corona Pandemie werden in Deutschland immer mehr Personen geimpft. Seit Juni 2021 gibt es auch keine Priorisierungsliste mehr. Weitere Informationen stellt das Land Berlin dazu zur Verfügung,  mehr...
 

Psychologische und seelsorgerische Beratung:

Für psychologische und/oder seelsorgerische Beratung können Sie sich an folgende Einrichtungen wenden:

  • Seelisch gesund studieren, mehr...
  • Studierendenwerk Berlin, mehr...
  • Katholische Hochschulgemeinde, Evangelische Hochschulgemeinde, mehr...
     

Zur Unterstützung der psychischen Gesundheit bei Pandemien: 

www.bihealth.org/de/translation/innovationstreiber/quest-center/services/unterstuetzung-der-psychischen-gesundheit-bei-pandemien